Veranstaltungen und Termine:


17. JUN 2021

bis 01. AUGUST 2021: im Dokumentationszentrum Prora, Rügen

Ausstellung zum ehemaligen KZ Uckermark

In der Anlage des als "Koloss von Rügen" bekannt gewordenen geplanten "KdF-Seebades Rügen" in Prora befindet sich das Dokumentationszentrum Prora auf Rügen. Hier wurde die etwa 4,7 km lange Anlage im Auftrag der "NS-Gemeinschaft Kraft durch Freude" zwischen 1936 und 1939 gebaut und zu großen Teilen auch vollendet.

Von 1942 bis April 1945 wurden im KZ Uckermark ca. 1200 Mädchen und junge Frauen inhaftiert. Sie lebten dort unter extremen Bedingungen: sie wurden gequält und misshandelt, sie mussten Zwangsarbeit leisten, bekamen kaum zu essen, dafür aber viele Strafen und Überlebende berichteten von einem Redeverbot.
Im Januar 1945 wurde auf einem Teil des Geländes ein Vernichtungsort für Häftlinge aus Ravensbrück und anderen Konzentrationslagern errichtet. Bis April 1945 wurden dort und in Ravensbrück 5000 - 6000 Frauen ermordet.
Bis heute ist immer noch wenig über die Geschichte dieses Konzentrationslagers bekannt. Die dort Inhaftierten zählten lange Zeit zu den vergessen gemachten Verfolgten des Nationalsozialismus und haben kaum öffentliche Anerkennung oder Rehabilitation erfahren, sondern waren in der Regel weiterer Ausgrenzung in ihren Wohnorten und durch Behörden und Institutionen ausgesetzt.
Die Ausstellung zum KZ Uckermark wurde 2010 von der Hamburger Gruppe der Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark erstellt. Begleitend dazu gibt es seit 2015 (aktualisiert 2019) die Textsammlung mit vielen (Hintergrund)Informationen zum KZ Uckermark und angrenzenden Themen, wie die beiden anderen Jugendkonzentrationslager Moringen und Lodz, Kontinuitäten nach 1945 und Jugend im NS.
Infos zur Ausstellung im Dokumentationszentrum Prora


17. APR 2021

online, ab 9 Uhr

Online-Gedenken zum 76. Jahrestag der Befreiung des Jugendkonzentrationslagers und späteren Vernichtungsorts Uckermark

Dieses Jahr jährt sich die Befreiung der NS-Konzentrationslager zum 76. Mal. Dieses Jahr können wir leider nicht auf dem Gedenkort KZ Uckermark und in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück zusammenkommen. Daher möchten wir am 17./18. April zwar räumlich getrennt, aber in Gedanken gemeinsam mit (Video-)Beiträgen der Ermordeten und Überlebenden der Konzentrationslager und des Vernichtungsorts gedenken. Wir möchten an sie und ihre Geschichten erinnern – denn antifaschistisches Gedenken und Erinnern ist weiterhin notwendig! Ihr seid nicht vergessen!

• Rede der Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark e.V.
Als Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark e.V. gedenken wir gemeinsam, wenn auch räumlich voneinander getrennt, der Ermordeten und Überlebenden der Konzentrationslager und des Vernichtungsorts. Ihr seid nicht vergessen! (Vielen Dank an Ingelore und Marek für die Beiträge, herzlichen Dank an Gaby Wiegelmann für das Filmen und die Unterstützung bei der Regie und an Labournet.tv für das Ausleihen der Technik).

 

• Videobeitrag von Marek Barwikowski.
Er ist der Sohn der Uckermark-Überlebenden Łucja Barwikowska und kommt seit vielen Jahren im April mit seiner Familie zu den Befreiungsfeierlichkeiten. Der Videobeitrag ist dem Gedenken und den Familienerinnerungen gewidmet. Lieber Marek, vielen Dank für deine Gedanken und den engen Kontakt mit euch als Familie.

 

• Redebeitrag von Ingelore Prochnow.
Sie wurde im April 1944 im KZ Ravensbrück geboren und engagiert sich seit vielen Jahren in der Lagergemeinschaft/Freundeskreis e.V. Ingelore ist der Uckermark-Initiative eng verbunden. Vielen Dank, liebe Ingelore, für deine wichtigen und berührenden Worte.
Übrigens: Demnächst erscheint der Dokumentarfilm "Geboren in Ravensbrück" über und mit Ingelore. Der Trailer dazu wird ab dem 17.04.2021 unter https://lg-ravensbrueck.vvn-bda.de/ zu sehen sein.

 

• "Ort des Geschehens", Text von Sieglinde Helmsdorf (1937-2015)
Sieglinde ist Überlebende der NS-"Fürsorge". Ihre beiden Eltern wurden im KZ ermordet. Sie war eine langjährige Mitstreiterin der Uckermark-Initiative und sprach häufig auf Befreiungsfeiern. Sieglinde hat uns mit ihrer Lebensgeschichte und ihren klaren und bewegenden Texten berührt. Sie schrieb, um zu gedenken und zu mahnen.

 

 

Ihr könnt euch die Beiträge auf folgenden weiteren Kanälen anschauen:

• Auf dem Instagram-Account
• Auf der Website der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück (Auszug): https://youtu.be/1CLzFAQgjtM

Auf der Website der Lagergemeinschaft Ravensbrück/Freundeskreis e.V. – LGRF (https://lg-ravensbrueck.vvn-bda.de) sind außerdem folgende Beiträge abrufbar:

Ab Samstag, 17. April 2021:
• Videoclip: Begrüßung durch die LGRF
• Videoclip: Gedenken auf dem Friedhof in Fürstenberg an polnische Frauen, die ermordet wurden (dt./pol.)
• Videoclip: zur Skulptur "Tragende"
• Videoclip: "Geboren in Ravensbrück" und Interview mit Ingelore Prochnow
• Vorstellung einer Broschüre zu polnischen Gefangenen in Ravensbrück (PDF)

Ab Sonntag, 18. April 2021:
• Videoclip: Gedenken am sowjetischen Ehrenmal
• Videoclip: Interview mit Robert Philipp (Bürgermeister von Fürstenberg/Havel)
• Videoclip: Gedenken am Platz des Zeltes
• Videoclip: Interview mit Esther Bejarano
• Videoclip: Einweihung des Gedenkzeichens zu den Frauen, die Sex-Zwangsarbeit leisten mussten

Alle Beiträge der Lagergemeinschaft sind auch über die Website der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück und ebenso über die Website der VVN-BdA zu sehen.


17. APR 2021

an vielen Orten, schon jetzt bereitgestellt

Gedenk-Plakate zum 76. Jahrestag der Befreiung des Jugendkonzentrationslagers und späteren Vernichtungsorts Uckermark

Da wir uns auch dieses Jahr leider nicht auf dem Gedenkort KZ Uckermark treffen können, möchten wir, wie letztes Jahr, bundesweit in Form von Gedenk-Plakaten ein Zeichen setzen. Die Plakate können hier runtergeladen werden. Wir würden uns freuen, wenn sie viel Verbreitung finden und im öffentlichen Raum zum Gedenken, Erinnern, Innehalten und Handeln anregen.

Anschließend möchten wir gern Fotos von den aufgehängten Plakaten online veröffentlichen. Wenn ihr Instagram nutzt, postet die Fotos am besten selbst und taggt dabei unseren Account @gedenkort_uckermark. Ansonsten könnt ihr uns die Fotos gern per E-Mail schicken an initiative@gedenkort-kz-uckermark.de und wir posten sie für euch auf Insta und auf unserer Website (mindestens eine Auswahl). Bitte schreibt dazu, ob wir die Bilder anonym veröffentlichen sollen oder noch mit einer kurzen Info zu euch oder zum Ort, an dem die Plakate hängen. Natürlich könnt ihr sehr gern auch andere (Social-Media-)Kanäle zur weiteren Verbreitung der Bilder nutzen. In unserem Website-Archiv findet ihr ein paar Fotos vom letzten Jahr.
aktualisiert: bei unseren Mitteilungen findet ihr eine Auswahl der Fotos aus diesem Jahr (und den Link zum Archiv mit weiteren Fotos)



3.- 9. AUG 2020

online

Digitale Aktionstage zum Gedenken an die Opfer des KZ Uckermark

In diesem Zeitraum stellen wir jeden Tag neues Material rund um dem Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark online: Texte, Audios, Filme...

In dieser Woche werden wir euch auf einem Blog Informationen, Videos, Audiobeiträge, Texte, Portraits etc. zu der Geschichte des ehemaligen KZ Uckermark und der dort Inhaftierten und deren Angehörigen zur Verfügung stellen. Wir werden verschiedene Beiträge posten, die einen täglich wechselnden Schwerpunkt haben, z.B.:
• Vorstellung der Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark e.V.
• Offenes Gedenken
• Die Verfolgung von Personen als sogenannte ‚Asoziale‘ sowie ‚Berufsverbrecherinnen und Berufsverbrecher‘ im Nationalsozialismus und der Kampf um die Anerkennung dieser verfolgten Personen als NS-Opfergruppe
• Klassismus

Hier der Link zum Blog: https://gedenken.noblogs.org/
instagram: @gedenkort_uckermark

Hier finden Sie den Flyer mit diesen Infos zum Herunterladen


13.-15. AUG 2020

Uckermarkgelände

Veranstaltungen auf dem Gelände des ehemaligen KZ Uckermark

13. August:
Führung auf dem Gelände der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück (angefragt)
14. August, 16-18 Uhr:
Rundgang der Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark e.V. über das Gelände
15. August, 14-16 Uhr:
Bauhistorische Führung mit Barbara Schulz über das Gelände des ehemaligen Jugend KZ und späteren Vernichtungsorts Uckermark

Uhrzeiten und Treffpunkte werden auf unserem Blog bekannt gegeben
Die Führungen und Rundgänge sind offen für alle Geschlechter und kostenlos. Wir freuen uns aber über Spenden!

Da es wegen Hygienebestimmungen eine maximale Teilnehmer*innenzahl gibt, bitte vorher anmelden unter:
bau-begegnungscamp [at] web.de


7.-16. AUG 2020

-

Baucamp 2020

Aufgrund der Corona-Pandemie findet das diesjährige Bau- und Begegnungscamp leider nicht wie geplant statt. Ein paar Leute werden in dem Zeitraum aber vor Ort sein und Arbeiten auf dem Gelände verrichten. Außerdem gibt es öffentliche Rundgänge auf dem Gelände sowie eine digitale Aktionswoche -- und wir hoffen sehr, am Wochenende vom 14.-16.8.2020 auch Überlebende der KZ Uckermark und Ravensbrück bzw. deren Angehörige vor Ort empfangen zu können.

 


Aktuelle (Kurz-)Mitteilungen, Informationen und Pressemitteilungen:

Stellungnahme Gedenkort Uckermark zum geplanten Netzwerk "Tatorte rassistischer Gewalt"

Liebe Familie Arslan, liebe Betroffenen- und Gedenkinitiativen,
Durch die Presse haben wir von der Idee des Netzwerkes "Tatorte rechter Gewalt" erfahren. Mit Empörung haben wir gelesen, dass das Gründungstreffen ohne die Einbeziehung von Betroffenen rassistischer Angriffe stattgefunden hat. Das ist nicht hinzunehmen.

In die unerträgliche Kontinuität rassistischer Taten reiht sich die bittere Kontinuität deutscher Behörden, mit diesen Geschehnissen umzugehen.

Ein Netzwerk, das aktiv die Ausgrenzung Betroffener umsetzt und deren Perspektiven ausschließt, ist in seinem Anspruch die Wiederholung rassistischer Taten verhindern zu wollen nicht glaubwürdig.

Sich als einleitende Überschrift eines Zitates des Holocaust Überlebenden Max Mannheimer zu bedienen und damit von der eigenen Schuld freisprechen zu wollen ist unangemessen und zeigt, wie wenig die Initiator*innen bereit sind, Verantwortung für die Stimmung in ihren Städten zu übernehmen, die rechte Gewalttaten überhaupt möglich gemacht haben.

Es ist klar: Wir und alle anderen brauchen Eure Beteiligung! Danke, dass Ihr Eure Kraft, eure Wut und Euern Schmerz mit uns teilt und wir zusammen kämpfen. Mit solidarischen Grüßen, Uckermarkgruppe Hamburg / Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark

Lesen Sie unsere Stellungnahme an den Verein Miteinander leben e.V. und die Stadt Mölln als pdf.

ONLINE BIS 28.05.2022: Beitrag über den Gedenkort und die Initiative im "Heimatjournal" des RBB

Im Heimatjournal des RBB vom 29.05.2021 wurde die Stadt Fürstenberg portraitiert - und die Arbeit unserer Initiative! Ihr findet den Beitrag hier (ab etwa Minute 21): https://www.rbb-online.de/heimatjournal/videos/fuerstenberg-_-wasser--wald-und-geschichte.html

17. April 2021: Gedenken zum 76. Jahrestag der Befreiung des ehemaligen Jugendkonzentrationslagers und späteren Vernichtungsorts Uckermark

Da wir uns auch dieses Jahr leider nicht auf dem Gedenkort KZ Uckermark treffen konnten, wollten wir, wie letztes Jahr, bundesweit in Form von Gedenk-Plakaten ein Zeichen setzen.
Viele von euch und Ihnen sind unserem Aufruf gefolgt und haben uns auch Fotos geschickt! Hier eine Auswahl der Fotos, die uns erreicht haben (11.6MB). Vielen, vielen Dank! Eure Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark e.V.

  • gemeinsam gegen antisemitismus
  • gemeinsam gegen antisemitismus
  • gemeinsam gegen antisemitismus
  • gemeinsam gegen antisemitismus
  • gemeinsam gegen antisemitismus

 

Gedenkkugel zur Erinnerung aninhaftierte lesbische Frauen

1. Okt 2020: Verschiedene Initiativen und Bündnisse haben gemeinsam einen Antrag bei der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten eingereicht. Sie fordern, ein würdiges Zeichen der Erinnerung an die im ehemaligen Konzentrationslager Ravensbrück inhaftierten lesbischen Frauen zu errichten.

In der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück ein würdiges Zeichen der Erinnerung an die dort inhaftierten lesbischen Frauen errichten!

Gemeinsamer Antrag auf Verankerung einer Gedenkkugel auf dem Gelände der Gedenkstätte:

Die Initiative „Autonome feministische Frauen und Lesben aus Deutschland und Österreich“ und das „Bündnis der Initiativen zur Unterstützung der Gedenkkugel für die verfolgten und ermordeten lesbischen Frauen und Mädchen im ehemaligen Frauenkonzentrationslager Ravensbrück und Uckermark“, der LesbenRing e.V., RuT Rad und Tat - Offene Initiative Lesbischer Frauen, der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) – Bundesverband, die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld, und der Fachverband Homosexualität und Geschichte (FHG) haben heute, am 01. Oktober 2020 gemeinsam einen Antrag bei der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten eingereicht, das Anschreiben dazu gibt es hier mitzulesen

18. April 2020: 75. Jahrestag der Befreiung

Gedenken zum 75. Jahrestag der Befreiung des ehemaligen Jugendkonzentrationslagers und späteren Vernichtungsorts Uckermark

"Dieses Jahr können wir uns nicht zu einer gemeinsamen Gedenkfeier auf dem ehemaligen Lagergelände treffen. Das macht uns traurig. Doch wir möchten euch aufrufen und einladen, an diesem Tag trotzdem ein Zeichen zu setzen." – Viele von euch und Ihnen sind unserem Aufruf gefolgt.

Hier eine Auswahl der Fotos, die uns erreicht haben (5.3MB).

Vielen, vielen Dank! Eure Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark e.V.

Pressemitteilung

+++ Pressehandy (Samstag/Sonntag, 13./14. April 2019): 0176 71 14 62 16 +++

Keine nationalistische Vereinnahmung des Gedenkens an die Opfer und Verfolgten des Nationalsozialismus!

Vor dem Hintergrund einer Auseinandersetzung mit polnischen Nationalist*innen findet am 14. April 2019 die jährliche Gedenkfeier zum Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Ravensbrück statt. Statt einer klaren Positionierung gegen Rechts bittet die Gedenkstättenleitung, „vom Zeigen von Transparenten, Fahnen und Kleidungsstücken mit politischen Statements“ abzusehen – unabhängig von deren Inhalt. Doch zahlreiche Besucher*innen der Gedenkfeierlichkeiten wollen die Entwicklungen der letzten Jahre nicht hinnehmen und wehren sich gegen das massive Auftreten der Nationalist*innen.

Presseerklärung der Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark e.V.

Hausordnung des Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark

Zur Mahnung für die Lebenden und zum Gedenken an die Opfer des Jugend KZ Uckermark sowie des Vernichtungsorts gestaltet die Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark e. V. diesen Ort. Eigentümer ist das Land Brandenburg, vertreten durch das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft. Die Initiative ist Nutzerin aufgrund eines Nutzungsvertrags.

Besuchenden sind auf dem gesamten Gelände rechtsextreme, rassistische, antisemitische, antiromaistische und sexistische Äußerungen in Wort, Schrift oder Gesten verboten. Dies gilt für Äußerungen in allen Sprachen.

Ebenfalls ist es untersagt, in Wort, Schrift oder Gesten die Freiheit und Würde des Menschen (Art. 1 GG)verächtlich zu machen sowie Kennzeichen und Symbole zu verwenden, die im Geiste verfassungsfeindlicher oder verfassungswidriger Organisationen stehen oder diese repräsentieren. Insbesondere das offene Tragen jeglicher rechtsextremer Kennzeichen ist nicht erlaubt. Dies gilt für ... download der gesamten Hausordnung als PDF

Polnische Nationalist_innen provozieren erneut in Ravensbrück!
Aufforderung an die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück endlich zu handeln!

Seit den letzten Jahren werden die Feierlichkeiten zum Gedenken an die Befreiung des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück immer massiver von polnischen Nationalist_innen gestört. So auch dieses Jahr am 22. April 2018. Nationalistische Symbole auf Armbinden paramilitärischer Kleidung, Fahnen und Bannern werden (nicht nur) von aggressiven jungen Männern offen getragen. Wie berechnend sie diese Symbolik einsetzen, zeigt unter anderem das punktgenaue Auftauchen einer Flagge der Narodowe Siły Zbrojne (Nationale Streitkräfte, NSZ) zu Beginn des jüdischen Kaddisch-Gebets. Diese Organisation ist für die Ermordung von Jüd_innen und Kommunist_innen sowie für ihre Kollaboration mit den Deutschen während und nach dem Zweiten Weltkrieg bekannt.

Zwar beschwor die Gedenkstättenleiterin Insa Eschebach auch in ihrer diesjährigen Rede eine Europäisierung des Gedenkens. Doch statt den vielfältigen (National-)Fahnen früherer Jahre, die die Herkunft der Häftlinge des Konzentrationslagers kennzeichneten, steht sie jetzt nur noch einem Meer von polnischen Fahnen gegenüber. Schon in den Vorjahren waren sowohl Mitarbeiter_innen der Mahn- und Gedenkstätte als auch Besucher_innen am Rand der Gedenkveranstaltung massiv bedroht, beschimpft und abfotografiert worden. In diesem Jahr ist die Situation jedoch auf der Gedenkveranstaltung selbst eskaliert: Mehrere polnische Nationalist_innen stellten sich demonstrativ direkt vor das Banner der Lagergemeinschaft Ravensbrück/Freundeskreis, um dieses sowie die dazugehörenden antifaschistischen Flaggen zu verdecken. Die Gruppe der Nationalist_innen wurde immer größer, ihr Auftreten war bedrohlich. So fotografierten sie ständig die Gesichter derjenigen, die um das Banner der Lagergemeinschaft Ravensbrück/Freundeskreis standen. Als sie von Besucher_innen aufgefordert wurden, ihre nationalistischen Transparente wieder einzurollen und etwas weiter wegzugehen, reagierten sie laut und aggressiv und es kam fast zu Handgreiflichkeiten. Das Auftreten der polnischen Nationalist_innen – nicht nur bei diesem Zwischenfall – hat die Gedenkfeier so massiv gestört, dass für viele ein Gedenken nicht mehr möglich war.

Einige Mitarbeiter_innen der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück versuchten spontan, in die angespannte Situation einzugreifen, um Schlimmeres zu verhindern. Ein Handeln der Mahn- und Gedenkstätte von offizieller Seite blieb jedoch aus. Nach den Erfahrungen der letzten Jahre hatte die Mahn- und Gedenkstätte im Vorjahr angekündigt, eine Strategie zum Umgang mit diesem immer massiveren Problem entwickeln zu wollen. Doch das ist anscheinend nicht passiert. Im Gegenteil: Sogar der kleine Vermerk auf der Einladung im Vorjahr, dass nationalistische Symbole auf der Gedenkfeier nicht erwünscht seien, fehlte in diesem Jahr wieder.

Wir fordern die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück auf:
* ihre Besucher_innen (insbesondere die Überlebenden und deren Nachkommen!) vor rechten, nationalistischen Bedrohungen zu schützen und eine Atmosphäre zu schaffen in der ein Gedenken möglich ist
* sich eindeutig gegen Nationalismus sowie Antisemitismus und Rassismus in all ihren Ausprägungen zu positionieren
* endlich eine umfassende Strategie zu entwickeln, um zukünftig Provokationen von Nationalist_innen zu verhindern
* schon bei der Einladung zur Gedenkfeier klar zu machen, dass nationalistische Symbole unerwünscht sind
* von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Nationalist_innen vom Gelände der Mahn- und Gedenkstätte zu verweisen, wenn sie ihre Provokationen (durch entsprechende Symbole und ihr Verhalten) nicht einstellen
* ihre Einladungspolitik so zu gestalten, dass kritische und fortschrittliche Stimmen mehr Gehör bekommen und nicht Vertreter_innen einer reaktionären, repressiven, rechten Politik weiter gestärkt werden

Wir finden es notwendig mit der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück und anderen, die sich dort engagieren, daran zu arbeiten, dass Nationalismus an diesem Ort und im Besonderen bei den Gedenkveranstaltungen zukünftig keinen Platz mehr hat.

April 2018
Einige Teilnehmende aus der Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark e.V.

www.gedenkort-kz-uckermark.de
Kontakt: initiative@gedenkort-kz-uckermark.de

Diese Erklärung als pdf zum Ausdrucken, weiterleiten...

Unser Kommentar zu unserem Flyer: Linke Politik und akademische Sprache - Offener Brief zu Klassismus auf linken Veranstaltungen

Offener Brief/Flyer (Frühjahr 2016) zum Herunterladen/weiterlesen

Wir haben uns entschieden, die Druckversion des Flyers(Frühjahr 2016) in der bisherigen Form nicht weiterzuverbreiten, sondern eine überarbeitete Fassung zu erstellen. Bis diese fertig ist, wollen wir den ursprünglichen Flyer aber noch nicht von der Homepage nehmen. Einfach weil wir es wichtig finden, dass das Thema Klassismus und unsere Diskussionen sichtbar werden. Ergänzen möchten wir den Flyer aber schon an dieser Stelle mit der Kritik, die uns erreicht hat und dem Stand unserer bisherigen Auseinandersetzung dazu:

Wir schreiben in der Einleitung, dass das Thema Klassismus und linke akademische Sprache "an uns herangetragen wurde". Dieser Satz klingt sehr sachlich und schmerzfrei. Richtiger ist, zu schreiben, dass es oft mit viel Beharrlichkeit, mit Verletzung und Konflikt verbunden war, das Thema Klassismus "auf den Tisch zu bringen". Viel zu oft stieß das Thema auf die Ignoranz der von Klassismus Profitierenden und die Auseinandersetzung fand/findet auf Kosten der von Klassismus Betroffenen statt.

Daran knüpft auch der zweite Kritikpunkt an: Dass der Brief so klingt, als ginge uns aus der Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark die von uns geschriebene Kritik und Fragen nichts (mehr) an, weil wir das "schon überwunden haben". Wir wollten nicht überheblich sein, sondern sind uns bewusst, dass auch wir immer wieder klassistische Ausgrenzung produzieren, nicht bemerken oder verharmlosen. Wir sind noch mitten auf dem Weg, uns für klassistische Ausgrenzung zu sensibilisieren und deren Wahrnehmung nicht (ausschließlich) den von Klassismus Betroffenen zu überlassen.

Der dritte Kritikpunkt, der uns erreichte, betrifft den Begriff "Fachsprache": In unserem Flyer setzen wir die akademische Sprache mit einer Berufsfachsprache gleich. Diese Argumentation entpolitisiert akademische Sprache und verharmlost die damit stattfindende Ausgrenzung. Die akademische Sprache wird dazu benutzt eine Elite zu erhalten. Menschen, die akademische Sprache unreflektiert benutzen, tuen dieses gerne mit einer Haltung, die sagt, das dies die einzige Möglichkeit wäre sich tiefergehend mit dem Inhalt zu beschäftigen. Sie schüchtern damit ein und grenzen Menschen aus. Sie mit "beruflicher Fachsprache" gleichzusetzen und sie im gleichen Moment auch für manche Kontexte als erleichternd zu beschreiben, ist keine Position, die wir weiterhin vertreten wollen.

Danke nochmals an alle, die unseren Flyer aufmerksam gelesen haben und uns ihre Kritik und ihren Ärger mitgeteilt haben.

...dass das heute noch immer so ist - Kontinuitäten der Ausgrenzung - DVD

Dokumentarfilm der Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark e.V. "...dass das heute noch immer so ist-Kontinuitäten der Ausgrenzung" wieder als DVD erhältlich. Der 60minütige Film schildert exemplarisch die Geschichte von Verfolgung und Stigmatisierung sogenannter Asozialer im Nationalsozialismus.

Maria Potrzeba wurde vorgeworfen, eine sexuelle Beziehung zu dem polnischen Zwangsarbeiter Florian Spionska zu haben. Sie war zu diesem Zeitpunkt 14 Jahre alt. Nach einem Verhör durch die Gestapo wurde sie in das Jugendkonzentrationslager Uckermark eingeliefert.
Die polnischen Zwangsarbeiter Florian Spionska und Josef Goryl wurden öffentlich gehängt.
Maria leidet bis heute unter der Verfolgung. Wie in allen Familien gibt es auch in ihrer Familie generationsübergreifende Auswirkungen der Verfolgungsgeschichte. In Interviewsequenzen erzählen Nichten und Neffen, wie sie von der Verfolgung ihrer Tante erfahren haben und was diese Geschichte für sie bedeutet.

In vielen deutschen Orten gibt es vermutlich ähnliche Geschichten der Verfolgung und Ausgrenzung. In Marias Heimatort Asbeck wird sich seit Jahren um eine Aufarbeitung der Geschichte bemüht.

Der Film hat polnische, englische und deutsche Untertitel. Eine DVD ist gegen Spende zu beziehen www.film-kontinuitaeten-heutenoch.de

Irma Trksak ist am 11.7.2017 verstorben. Sie wird uns fehlen! Nachruf für Irma Trksak

Bitte lesen Sie unseren Nachruf und lesen Sie auch das Portrait von Irma Trksak und einen Nachruf der Österreichischen Lagergemeinschaft Ravensbrück und Freundinnen - www.ravensbrueck.at/die-lagergemeinschaft/portraits/irma-trksak/

Maria ist in der Nacht zum 25.2.2017 gestorben. Sie wird uns fehlen! Nachruf für Maria Potrzeba

Wir sind ihr unendlich dankbar für ihren Mut, ihr Vertrauen in uns und unsere Arbeit und für alles, was sie mit uns geteilt hat.

Bitte lesen Sie unseren Nachruf

Baucamp 2015 - ein Bericht

Hier ist der Bericht des Bau- und Begegnungscamp 2015. Wir wünschen euch spannendes Lesen!

"Wir brauchen die Erinnerung, Solidarität und menschliche Wärme für eine friedliche Zukunft" - Nachruf für Sieglinde Helmsdorf

Leider müssen wir die traurige Nachricht übermitteln, dass Sieglinde Helmsdorf verstorben ist. Viele von Euch kannten sie oder waren bei ihren Lesungen.

Bitte lesen Sie den Nachruf, der in Zusammenarbeit mit dem Bau- und Begegnungscamp 2015 und Freund_innen entstanden ist

Wir werfen nicht das Handtuch...

Liebe Mitstreiter_innen, Genoss_innen, Unterstützer_innen und auch Kritiker_innen!
Nachdem wir unsere Erklärung "Die Uckermark AG ist gescheitert und hat keine Berechtigung mehr!" veröffentlicht haben, haben wir viele Reaktionen und Rückmeldungen bekommen. Einige davon haben unseren Schritt bedauert und haben ihn kritisch gesehen. Manche meinten, dass wir "das Handtuch werfen". Doch die meisten konnten unseren Schritt gut nachvollziehen und haben uns in unserer Entscheidung bestärkt. Wir wollen euch/Ihnen für die zahlreichen Rückmeldungen danken. Und wir versichern: Wir werfen nicht das Handtuch, sondern im Gegenteil – mit so viel Zuspruch und Rückendeckung machen wir frisch gestärkt mit unserer langjährigen Arbeit weiter.
Vielen Dank und herzliche Grüße,
Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark e.V.
Im Spätsommer 2015

Die Uckermark AG ist gescheitert und hat keine Berechtigung mehr!

Als INITIATIVE FÜR EINEN GEDENKORT EHEMALIGES KZ UCKERMARK E.V. erklären wir hiermit unseren Austritt aus dem Gremium, das von uns mitinitiiert wurde, um gemeinsam mit unterschiedlichen Verbänden, Initiativen und Organisationen über das Erinnern, Mahnen und Gedenken auf dem Gelände des ehemaligen Jugendkonzentrationslagers und späteren Vernichtungsorts Uckermark zu diskutieren und eine Umsetzung verschiedener Gedenkformen zu verwirklichen.
Diese Ziele sind am intransparenten und machtpolitischen Auftreten der Vertreter_innen der staatlichen Gedenkinstitutionen gescheitert.

Bitte lesen Sie unsere Erklärung

Aus den vergangenen Jahren hier angekündigte Veranstaltungen und die Kurzmitteilungen mit thematischem Bezug zum JugendKZ und späteren Vernichtungsort Uckermark sammeln wir zur Dokumentation im Archiv als jeweiliges Jahresdokument (pdf).